Logokürzel Alte Feuerwache Mannheim

Ausverkauft: Lebensmuster. Erika Pluhar erzählt vom Älterwerden

20. Februar 2017
Montag

Einlass 19:00
Beginn 20:00



"lesen.hören 11"
Die Veranstaltung ist bereits ausverkauft, es wird keine Abendkasse geben!

Erika Pluhars unverkennbar rauchige Stimme, ihr charmanter österreichischer Dialekt und ihre lebensklugen Worte schwebten im Herbst über dem Getümmel der Frankfurter Buchmesse, als sie dort ihren neuen Roman „Gegenüber“ vorstellte. Ihre Lesung zog Scharen an. – Bis 1999 war „Die Pluhar“ als Schauspielerin am Burgtheater in Wien engagiert. Die Ikone der Wiener Kunstszene, die 2009 mit dem Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln ausgezeichnet wurde, stand aber nicht nur als Schauspielerin jahrzehntelang im Rampenlicht. Sie wurde auch als Schriftstellerin, Chansonsängerin und engagierte Filmemacherin weit über die Grenzen ihres Landes hinaus bekannt. Ihr neuer Roman „Gegenüber“ hat viel mit Erika Pluhars eigenem abwechslungsreichen, mitunter tragischen Leben zu tun. Die Protagonistin Henriette Laubner ist etwa im gleichen Alter und übte einst den Beruf aus, der Erika Pluhar auch gefallen hätte, wie sie sagt: Cutterin beim Film. Henriette freundet sich mit einer jungen Nachbarin an, die so alt ist wie ihre Tochter war, als sie starb, so die Autorin. Auch die Westsahara, das Geburtsland von Erika Pluhars Enkel, spielt in diesem tiefsinnigen Generationenbuch eine Rolle. Es ist von einer 2600 Kilometer lange Mauer durchzogen, die man vom Weltall aus sieht, von der man in Europa aber nichts weiß – eine Metapher wohl auch für ein kaltes Leben, gegen das Erika Pluhar die Freundschaft dieser beiden unterschiedlichen Menschen setzt. Mit der Schriftstellerin Marion Brasch spricht die Grande Dame des österreichischen Theaters über ihr Leben und das ihrer Figuren.


Erika Pluhar © privat


Marion Brasch © Lars Reimann