Logokürzel Alte Feuerwache Mannheim

Transformationsprozess

Seit Ende 2022 durchläuft die Alte Feuerwache Mannheim gGmbH einen umfassenden Veränderungsprozess. Ausgangspunkt ist die Frage, wie eine Kulturinstitution heute so aufgestellt sein muss, dass sie Kunst und Kultur nicht nur ermöglicht, sondern langfristig verlässlich, relevant und zukunftsfähig fördern kann. Transformation verstehen wir dabei nicht als Zusatzaufgabe oder Einzelprojekt, sondern als dauerhafte Entwicklungsaufgabe und Grundlage dafür, unter veränderten gesellschaftlichen, organisatorischen und ökologischen Bedingungen handlungsfähig zu bleiben. Daher betrifft der Prozess als erstes unsere Haltung – wie wir, das Team der Alten Feuerwache Mannheim gGmbH, intern zusammenarbeiten, wie wir Zugänge gestalten und wie wir Verantwortung übernehmen.

Warum in die Veränderung gehen?

Kulturförderung braucht mehr als ein gutes Programm. Sie braucht tragfähige Strukturen, gerechtere Zugänge, nachhaltige Arbeitsweisen und eine Institution, die bereit ist zu lernen – auch im laufenden Betrieb. Das sind keine abstrakten Ziele. Sie entscheiden darüber, wen unsere Angebote tatsächlich erreichen, wer an Entscheidungen beteiligt wird und ob unser Haus auch in zehn Jahren noch verlässlich arbeiten kann.

Die drei Handlungsfelder

Der Transformationsprozess gliedert sich in drei miteinander verbundene Bereiche, die zusammen dessen Fundament bilden:

Strukturelle Organisationsentwicklung beeinflusst, wie wir intern arbeiten, planen und entscheiden: von digitalen Tools und Leitbild bis zu Personalstruktur und Betriebsvereinbarung.
Soziale Nachhaltigkeit bestimmt, wie wir Zugänge gestalten, Macht teilen und diskriminierungskritisch handeln: im Team, im Programm und in Kooperationen.
Ökologische Nachhaltigkeit beeinflusst, wie wir Kulturarbeit ressourcenschonender und zukunftsfähiger organisieren und Verantwortung auch für öffentliche Räume übernehmen können. 

Was den Prozess prägt

Leitbildentwicklung, strategische Planung, neue Formen der Zusammenarbeit, Awareness-Strukturen und erste ökologische Maßnahmen prägen den Prozess ebenso wie konkrete Veränderungen im Arbeitsalltag.
Wir arbeiten in Arbeitsgruppen, entwickeln uns über Weiterbildungen weiter, holen externe Expertise ins Haus und bauen Kooperationen auf – mit Hochschulen, Stadtteilinitiativen, Kulturpartner*innen und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen. Transformation entsteht nicht einmalig, sondern in vielen ineinandergreifenden Schritten durch wiederholtes Erproben, Auswerten und Anpassen. Sie entsteht dort, wo institutionelle Entwicklung, Programmarbeit und gesellschaftliche Verantwortung zusammengedacht werden.

Warum das für Kunst und Kultur wichtig ist

Unser Transformationsprozess stärkt die Voraussetzungen dafür, Kunst und Kultur auch in Zukunft verlässlich zu fördern. Er verbessert die Arbeitsgrundlagen im Haus, schafft sensiblere und zugängliche Rahmenbedingungen und trägt dazu bei, unsere Arbeit ökologisch verantwortlicher zu gestalten. Nur wer die eigenen Strukturen kennt und weiterentwickelt, kann langfristig stabil und gesellschaftlich wirksam bleiben.

Wie unser Prozess sichtbar wird

Viele konkrete Projekte, Kooperationen und Formate zeigen bereits neue Formen der Zusammenarbeit, Teilhabe und gesellschaftlichen Verantwortung. Dazu gehören etwa partizipative und stadträumliche Ansätze im Kontext von Stadt.Wand.Kunst, Kooperationen wie „Alte Feuerwache gemeinsam gestalten“ mit der Universität Mannheim im Programm „Wissen bewegen“, Formate an der Schnittstelle von Sprachforschung und Citizen Science gemeinsam mit dem IDS Mannheim und den Neckarstadt-Kids e.V. sowie das demokratiebezogene Schul- und Kulturprojekt „KuCou“.Auch Veranstaltungen wie ATAYA und ein Community Lab mit der Universtät Mannheim verdeutlichen, wie neue Formen von Kooperationen und Co-Kuration in die kulturelle Praxis der Alten Feuerwache einfließen.Die Beispiele machen sichtbar, wie wir strukturelle Entwicklung, soziale Nachhaltigkeit und die Förderung von Kunst und Kultur miteinander verbinden.