Logokürzel Alte Feuerwache Mannheim

Jazztage – Projekt Dirik Schilgen / Simon Nabotow-Han Bennink / Zawinul Syndicate

15. März 2003
Samstag

Einlass 19:00
Beginn 20:00




Jazztage-Projekt: Dirik Schilgen „Jazz Grooves“
Mattl Dörsam – sax, Thomas Siffling – tp, Wolf Mayer – piano, Markus Bodenseh– bass, Daniel Lima – perc, Dirik Schilgen – dr
Seit gut zehn Jahren ist Dirik Schilgen Bestandteil der hiesigen Musikszene und hat als „Sideman“ in vielen Bands, Projekten und Musikproduktionen seine eigenen Ideen eingebracht und sich in unverwechselbarer, eigener Stilistik weiterentwickelt. Weit über die Region hinaus hat er sich mit zahlreichen Konzerten und CDs vor allem in der Jazz- und Brasil – Szene einen Namen gemacht. Die diesjährigen Jazztage geben ihm erstmals die Chance, mit einer speziell zusammengestellten Band seine eigene Musik „in einem Guss“ zu verwirklichen und vorzustellen. Zur Seite stehen ihm dabei höchst illustre Musiker aus der „südwestdeutschen Szene“, mit denen er schon seit langem in diversen Bands zusammenspielt. Wie immer, ein höchst spannendes Jazztage-Projekt!
Simon Nabatov – Han Bennink piano & drums
Der Niederländer Han Bennink ist als Schlagzeuger eine absolute Ausnahmeerscheinung. Er durchlief die kompletten Stilistika des Jazz seit den 60er Jahren und ist als swingender Drummer genauso angesagt, wie als kreativ-verrückter Fee-Jazzer. Mit dem „Mengelberg Quartet“ über John Tchicai, Steve Lacy, Andy Sheppard, Johnny Griffin, Von Freeman and Ray Anderson, seien nur einige Stationen seiner weltumspannenden Karriere genannt. Unbestrittene Highlights sind seine spontanen und spannenden Duo-Auftritte mit Irene Schweizer, Myra Melford, Dave Douglas und Ellery Eskelin oder hier und heute mit Simon Nabatov.
Nabatov stammt aus Moskau, lebt seit 1989 in Köln und gilt als einer der großen, europäischen Jazzpianovirtuosen. Er arbeitet kontinuierlich u.a. mit Ray Anderson Quartet, Arthur Blythe Quartet, Steve Lacy, Klaus König Orchestra und tourte – um nur einige zu nennen – mit Paul Motion, Chet Baker, Sonny Fortune, Kenny Wheeler, Louis Sclavis, David Murray, Mark Dresser, Herb Geller, Attila Zoller, Adam Nussbaum.
Zawinul Syndicate
Joe Zawinul – keyboards, vocals Manolo Badrena – percussion, vocals, Amit Chatterjee – guitar, vocals, Etienne Mbappe – bass, Paco Sery – drums, Sabine Kabongo – vocals
In der Geschichte des Jazz haben nur wenige Keyboarder die schöpferische Intensität von Joe Zawinul erreicht. Er begann mit dem Akkordeonspiel in seiner Heimat Österreich, studierte klassisches Klavier, entdeckte als einer der ersten Musiker den Synthesizer und ist mittlerweile einer der wichtigsten Keyboarder des Jazz. Berühmt wurde er in den USA an der Seite der größten Musiker seiner Zeit.
Seine herausragensten Stationen: Dinah Washington, Cannonball Adderley, Miles Davis- dann folgt mit „Wheather Report“ in Zusammenarbeit mit Whayne Shorter eine der wichtigsten Bands der 70er und 80er Jahre.
Zawinul ist Komponist der Welthits „Mercy, mercy, mercy“ und „ Birdland“, außerdem Gewinner zahlreicher „Grammies“.
Doch er machte immer weiter! Seine „neue“ Band „Zawinul Syndicate“ zeichnet sich aus durch neue abenteuerliche Grooves und Einfluss vieler Weltkulturen, alles zusammengehalten unter Zawinuls virtuosen Händen. Beide seiner Alben „My People“(1996) und „World Tour“(1998) wurden für den Grammy nominiert, so auch die aktuelle CD „Faces & Places“ mit seiner aktuellen Band – hier in Mannheim zu hören!


Dirik Schilgen