Logokürzel Alte Feuerwache Mannheim

PLANET EARS: Decolonising Listening

Studio Feuerwache

12. Dezember 2026
Samstag

Einlass 12:30
Beginn 13:30



Workshop mit Jamie Perera

Eintritt über solidarisches Preissystem 5€ | 10€ | 15€

Hörst du wirklich zu, oder hörst du so, wie du es gelernt hast? In diesem Workshop erkundest du Zuhören als körperliche und dekoloniale Praxis.

Gemeinsam fragen wir, wie unser Hören durch koloniale, ausbeuterische und rein kopfgesteuerte Denkweisen geprägt wurde. Wir überlegen, wie wir es verlernen, wieder „wild“ werden lassen und neu entdecken können, als Beziehung, als Verantwortung und als etwas, das sich ständig weiterentwickelt. Das geschieht durch geführte Hörübungen, Naturerkundungen, Schreiben und Gruppengespräche. Du spürst, wie Zuhören ein Austausch auf Gegenseitigkeit sein kann: mit einem Ort, mit einer Gemeinschaft und mit dir selbst. Statt westlicher, kopfbasierter Modelle geht es um ein Hören mit dem ganzen Körper, in der Gruppe und im Einklang mit der Umwelt.

Das ist kein gewöhnliches Training für Zuhör-Fähigkeiten. Es geht darum, sich selbst zu begegnen und die eigene Rolle im Kapitalozän zu hinterfragen, in einer Zeit also, die vom Kapitalismus geprägt ist. Du suchst nach weniger Struktur statt nach mehr. Über den Körper findest du zurück zur Klangwelt um dich herum, jenseits dessen, was du gelernt hast und was dich geprägt hat.

Ab 12.30 Uhr könnt ihr im Raum ankommen, gegen 13 Uhr gibt es ein kostenloses, gemeinsames Mittagessen.

Über Jamie Perera

Jamie Perera ist Komponist, Klangkünstler, Forscher und Produzent aus London. Seine Arbeit wurde mit Nominierungen und Preisen ausgezeichnet, darunter BAFTA, EMMY, SXSW, Grierson und Paul Hamlyn. Sie stellt die Idee des „Normalen“ infrage: Sie rückt die Gegenwart in die großen Zeiträume von Mensch und Planet und zeigt Veränderungen von der Ausbeutung hin zur Ökologie.

Dafür nutzt er Klang und Musik. Er hat zum Beispiel 12.000 Jahre Klimadaten in eine Orchesteraufführung verwandelt, eine Welle bedrohter Sprachen um die Welt geschickt und das Zuhören selbst hinterfragt. Klang ist für ihn eine Methode, mit der er in immersiven Erlebnissen, Filmen, Vorträgen, Texten und Live-Performances arbeitet.

Sprache: Englisch

Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Mannheim