Planet Ears: Bint Mbareh – Open Sessions
Backstage Alte Feuerwache
10. Dezember 2026
Donnerstag
Beginn 13:00
Eintritt über solidarisches Preissystem 5€ | 10€ | 15€
Bring dein Projekt mit – auch wenn es noch keins ist.
Du schreibst, komponierst, produzierst oder willst DJ werden? Du hängst an einem Text, einem Beat oder einer Idee fest, oder du weißt noch nicht, wie du anfangen sollst? Dann ist diese Session für dich. Du bekommst eine Stunde nur für dich und dein Projekt. Gemeinsam mit Bint Mbareh suchst du neue Wege: bei Blockaden, beim Start oder wenn du einfach frischen Input brauchst.
Was in den Sessions passiert
Jede Session ist eine Einzelsession von einer Stunde. Sie richtet sich danach, was du mitbringst: einen Text, ein Instrument, einen Laptop, einen Sound, eine halbe Idee – oder nur dich selbst. Je nachdem wird daraus ein Gespräch, gemeinsames Lesen, eine Stimmübung oder ein Experiment mit Notation. Vorkenntnisse brauchst du nicht. Ob du dich als Nicht-Musiker:in siehst oder als erfahrene:r Performer:in: Du bist willkommen.
Hinter den Sessions stehen zwei Fragen: Wo ziehen wir die Grenze zwischen dem, was Musik ist, und dem, was nicht? Und wie lösen wir diese Grenze auf? Was können Nicht-Musiker:innen uns über Musik beibringen?
Über Bint Mbareh
Bint Mbareh ist Klangforscherin und Künstlerin. Sie wurde in Nablus geboren und lebt und arbeitet zwischen London und Ramallah. Ihr Schwerpunkt ist Wasser in Palästina. Sie interessiert sich dafür, dass Wasserwellen und Schallwellen sich physikalisch ähneln. Daraus entstehen Fragen: Wie lassen sich Grenzen auflösen, zwischen Körpern, zwischen Staaten, zwischen Zeitformen? Und kann gemeinsames Klingen uns ähnlich umhüllen wie ein Gewässer?
Dabei nimmt sie palästinensische Wissensformen ernst, von regenbeschwörender Musik bis zur Schreinwallfahrt als Auslöser politischer Revolution. So hinterfragt sie das siedlerkoloniale Denken darüber, was als Wissen gilt.
Ihre Sessions kommen aus ihrer pädagogischen Praxis. Sie fragt, wie wir lernen, was wir über Musik wissen. Sie arbeitet frei und kreativ und kommt aus vielen Kunstsparten: Musik, Tanz, körperliche Arbeit, analoge Instrumente und digitale Klänge. Nach zwei Jahren fast täglicher Buzuq-Praxis leitete sie im Februar 2026 in London, im Rahmen der Residenzreihe Beyond 1932, eine Chor-Session für Nicht-Musiker:innen mit Klangübungen, gemeinsamem Lesen, spontanen Harmonien und Body Percussion.
Am Freitag, 11.12.26, 20 Uhr, zeigt Bint Mbareh ihre Arbeit als Performance im Studio Alte Feuerwache.
Sprache: Englisch oder Arabisch
Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Mannheim