Logokürzel Alte Feuerwache Mannheim

Bücher unseres Lebens. Aleida und Jan Assmann erinnern sich an ihr Leseleben

9. März 2019
Samstag

Einlass 19:00
Beginn 20:00

Ticket
VVK 20 € zzgl. Gebühren / AK 25 €


"lesen.hören 13"

„Wahr ist, was uns verbindet.“ So haben Aleida und Jan Assmann ihre Rede überschrieben, die sie im Oktober 2018 in der Frankfurter Paulskirche gehalten haben, als sie mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geehrt wurden. Ausgezeichnet wurden sie für ein gemeinsames Lebenswerk, das in den Spuren von Maurice Halbwachs unter dem Stichwort „Kulturelles Gedächtnis“ selbst in dieses Gedächtnis eingegangen ist. Stärker noch als dem Archiv ist dieses Forscherpaar aber der Gegenwart zugewandt: Mehr denn je seien die Menschen auf Wahrheit, Glaubwürdigkeit und Verantwortlichkeit angewiesen, meinten die Assmanns in ihrer Dankesrede und verstehen den Friedenspreis als „Ehrenbürgerbrief in der Res publica litteraria, dem Heimatland, das keine nationalen Grenzen kennt.“

Bücher sind für die beiden ansteckend lebenslustigen Kulturwissenschaftler „Denkräume des Geistes“ und zugleich Mittel, die eine „befreiende Erinnerung“ ermöglichen und die Aussicht, diese Erinnerungen mit den Opfern und ihren Nachfahren zu teilen. Mehr noch: Hört man Aleida und Jan Assmann zu, scheint am Horizont die Möglichkeit eines Landesgrenzen und Jahrhunderte übergreifenden Gesprächs auf, auch mit den Geistern. Ein Utopia also und eine Notwendigkeit. Selten erlebt man Eheleute, die so fröhlich Lebensweisheit ausstrahlen. Ob das auch mit den Büchern zu tun hat? René Aguigah (Deutschlandradio Kultur) fragt Aleida und Jan Assmann nach den Büchern ihres Lebens. Und vielleicht werden die beiden sich in Mannheim unvermutet gegenseitig überraschen.


Aleida und Jan Assmann © Amélie Losier


Rene Aguigah © Deutschlandradio – Bettina Straub