Logokürzel Alte Feuerwache Mannheim

Satellit 2 – Ruth Hutter und Videoguerilla

Galerie

19. März 2004
Freitag

Beginn 0:00




Ruth Hutter / Videoguerilla
19.3.-21.3.04
Eröffnung 19.03 20 Uhr
Satellit ist eine Ausstellungsreihe der Fotogalerie Alte Feuerwache, in der spannende Positionen junger Künstler vorgestellt werden.
Mit Ruth Hutter und der Videoguerilla präsentiert die Fotogalerie Alte Feuerwache zwei sehr unterschiedliche Ansätze zeitgenössischer Videokunst.
Setzt die Videoguerilla außen am Turm der Feuerwache ein weithin leuchtendes Zeichen in die Stadt, ist Ruth Hutter, die Neuresidentin in den Ateliers der Sternwarte, eine Meisterin des Kammerspiels. In ihren Videoinstallationen definiert sie sehr unterhaltsam und künstlerisch die sozialen Beziehungen zwischen den Geschlechtern und innerhalb der Familie.
Rechtzeitig zur Ausstellung erscheint ein Katalog im „Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg“ mit Texten von Prof. Birgit Hein und Thomas Schirmböck.
-> Die Videoguerilla
Die Videoguerilla agiert seit etwa einem Jahr aus dem Videountergrund. Kein
Gebäude ist vor einer nächtlichen Projektion sicher – wie aus dem nichts erscheinen
bewegte Bilder an Wänden dieser Stadt. Noch arbeitet die Videoguerilla anonym, doch eines Tages wird der Zeitpunkt gekommen sein das Geheimnis zu lüften und etwas anderes zu tun…
Auch in den Nächten um den 20. März wird es zu visuellen und ideellen Irritationen
kommen, wenn der Turm der Alten Feuerwache brennt – nicht wirklich, aber wahr.
Interessant in diesem Zusammenhang erscheint ein Zitat zum Turm aus dem
Crowley – Tarot: „Hier findet eine wichtige Veränderung statt; das Feuer zieht durch den Körper und brennt dabei alles Künstliche aus… – wer diese Karte zieht, erhält damit einen Hinweis auf eine große innerliche Veränderung; etwas wird wieder aufgebaut, Falsches und Verhärtetes wird ausgebrannt.“
Wie wahr erscheinen einem diese Sätze angesichts ständig schwindender Kulturzuschüsse und Fehleinschätzungen in der Kulturpolitik – Die Videoguerilla setzt mit dem „Brennenden Turm“ ein weithin sichtbares Zeichen als Aufforderung den Niedergang der Kultur zu verhindern und auch im Kleinen dafür zu kämpfen…
-> Biographie Ruth Hutter
RUTH HUTTER
1965 geboren in Ludwigshafen am Rhein
1990 – 1993 Ausbildung zur Steinmetz- und Steinbildhauerin, MHK Kaiserslautern
1994 – 2000 Studium an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig,
Freie Kunst, Fachbereich: Film, Video, Performance, Raumkonzepte
2000 Diplom bei Prof. Marina Abramovic (Raumkonzepte, Performance)
2001 Meisterschülerin bei Prof. Birgit Hein (Film, Video)
seit 2001 – Freischaffende Künstlerin im Bereich »Neue künstlerische Medien«
(Video, Performance, Installation)
– Kuratorin von Medienveranstaltungen
seit 2003 Lehrauftrag für »Neue künstlerische Medien/ Videokunst« an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg
Einzelausstellung
2004 „Satellit 2“ Fotogalerie Alte Feuerwache, Mannheim
2003 » Home Store« Kunstverein Wolfenbüttel
2001 »Reanimierte Familienbande« Foro Artistico/ Eisfabrik, Hannover
Stipendien
2001 Arbeitsstipendium, Bezirksregierung Braunschweig
2000 Stipendium der Dr. Adolf und Dorothea Behrens Stiftung, Ludwigshafen
2000 Burgund-Stipendium, Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur, Rheinland-Pfalz
1999 Stipendium der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen, NRW
1995 Adolf Geyer Stipendium der Stadt Ludwigshafen
Preise
2002 Meisterschülerpreis der HBK Braunschweig für die Videoinstallation »Family Affair«,
Förderstipendium, Braunschweigischer Vereinigter Kloster- und Studienfonds
Vorträge:
2001 Foro Artistico, Hannover
2000 Hochschule für Bildende Künste, Braunschweig
1999 Haus am Lützowplatz, Berlin
Kuratierte Projekte
2002 »Present and Past« Mediengalerie, Ludwigshafen
2001 Kunst im öffentlichen Raum, Ludwigshafen
2000 Film- und Videonacht Kulturdepot, Ludwigshafen