Logokürzel Alte Feuerwache Mannheim

International Pony

13. September 2003
Samstag

Einlass 20:00
Beginn 21:30




International Pony sind vor allem und ganz speziell: DJ KOZE, Cosmic DJ und EROBIQUE. Es begab sich zu jener Zeit, dass sich DJ Koze und Cosmic DJ (damals noch in Sachen Grosses HipHop-Entertainment unterwegs) mit der Ein-Mann-Support- Band EROBIQUE zur Fischmob-Tour 1998 aufmachten. Eines schönen Off-Tages in Berlin schließen sich die Drei mit Instrumenten, etwas Equipment und einem DAT-Rekorder in ein Hotelzimmer ein — und es hat Booom gemacht!! Zwischen den Dreien britzelt vom ersten Ton an eine bis dahin ungekannte Magie! Drei Tage später verlassen unsere drei Helden glücklich und mit 3 Vinyl-Dubplates der Hotel-Sessions unter dem Arm die Stadt: INTERNATIONAL PONY ist geboren! Auch wenn alle danach zunächst an Soloprojekten arbeiten (Näheres dazu weiter unten), ist der weitere Weg klar: Erobique verlässt seine Heimat, um den beiden anderen Ponys nahe zu sein. Von nun an taucht die Band im eigenen Studio tief in den Pony-Kosmos und die darin neu entdeckte Magie ein. Erste gemeinsame Remixe für Tocotronic, Bob Sinclar und Deejay Punkroc entstehen! Fernab jeglicher musikalischen (Genre-)Grenzen ist man sich ohne Worte darüber einig, welchen Weg das Schiff nehmen soll. Der Wind in den Segeln ist die gemeinsame Liebe zur Musik. Eine leidenschaftliche „rote“ Wärme zieht sich wie ein unsichtbarer Faden durch alles, was den Dreien aus der Feder läuft: SOUL is the magic word. Und siehe: nach einer langen, langen Reise hat das Pony ein beachtliches Bündel Musik zusammengetragen. Nun noch die Spreu vom Weizen trennen, Korn für Korn liebevollst waschen und polieren, schon ist ein tolles Mehrgängemenü gezaubert. Zu Tisch bitte! Yum yum.. International Pony „we love music!“
Auf dem Album sind als Gäste neben einigen lokalen Gästen (Boris Ekambi, die St. Georg Magic Horns) auch Austin Cole ,Shootingstar aus Manchester und die US-Funkster Stepchild (L.A. & Tribe Called Quest-Umfeld) vertreten. Sie alle erweisen sich als extrem Pony-kompatibel und verstärken die Band in ihrem Ziel, den verlorenen Soul wieder zu entdecken und in diesem Jahrtausend ankommen zu lassen. Das Ergebnis erfüllt uns mit fassungsloser Begeisterung: PONY schöpft aus der Ursuppe, ist dabei zeitlos und liebevoll bis ins Detail und kommt mit allem, was derzeit fehlt: Sex, Groove, eine extrem futureske Funkiness und – vor allem Seele!
Dieser Band geht es nicht um Genres, es geht ihr gut!
Zu den drei Künstlern im Einzelnen:
Der gebürtige Flensburger DJ Koze, hat sich inzwischen auch über deutsche Grenzen hinweg als begehrter Remixer und Produzent eine Namen gemacht. Im Jahr 2000 veröffentlicht er mit MUSIC IS OKAY eine Werkschau seiner bis dato wichtigsten Arbeiten. Seine Mixe für Blumfeld und beispielsweise Chicks on Speed haben ihn in die erste Riege deutscher Produzenten gehievt. Es folgen Aufträge für Pierre Henry, Hilde Knef und Bruce Hornsby. Es sind aber vor allem auch seine euphorisierenden Clubgigs, die ihn zu dem machten, was er heute ist.. Die Leser des Magazins Spex wählten ihn drei mal, die von INTRO 2 mal in Folge zum DJ des Jahres. Parallel therapiert er mit seinem Side-Projekt „Adolf NOISE“ seine Psyche. Erhältlich sind bis dato ein Album (Plattenmeister) und die im letzten Jahr bei Buback mit Gaststar Max Goldt entstandene Maxi „Deine Reime sind Schweine“.
EROBIQUE ist Kult…die Schnittstelle zwischen Disco und Chaos! Von keinem geringeren als ihm stammt der Satz: „Freiheit ist immer die Freiheit des anders Denkenden“ In zahlreichen Internetforen streitet man schon länger darüber: „Wer ist deutscher Keyboardmeister?“ Dass der Name EROBIQUE dabei fast nie auftaucht, liegt wohl daran, dass er mit der deutschen Wettbewerbsdenke nicht viel an der Haube hat. Er kann aus einer 10-jährigen klassischen Klavierausbildung schöpfen, war in Münster als Mod-Organist in Ska- Soul,-Jazz- und Beatbands aktiv, spielte im Whisky a GoGo in London, und auf dem Jazzfest in Montreux und belieferte Musiker von Holger Hiller über Rocko Schamoni bis Justus Köhncke mit klassischen EROSOUNDS (Albumtitel seines, neben einigen Maxis, 1998 bei deck 8 erschienen, bislang einzigen Longplayers). Zu seinen besten Remixkunden zählen unter anderem Hans Nieswandt, Mina, Commercial Breakup. In früheren Zeiten war er außerdem Zeichenlehrer am Konservatorium, er arbeitet übrigens noch heute als Karikaturist u.a. für die Westfälischen Nachrichten..
Geboren in Hamburg-City, zieht es COSMIC DJ bereits sehr früh auf die Bretter der Musikwelt. Im zarten Alter von drei Jahren (!) erklimmt er in der Pause eines BILLY COBHAM-Konzerts die Bühne der Hamburger Fabrik, setzt sich an die Drums und begeistert das Publikum mit seiner Idee von freier Rhythmik. Einige Lenze später beginnt er dann aber auch die Werte des 4/4- Takts zu schätzen: 1983 is THE year! Mit Wildstyle-Soundtrack im Ohr werden die Wände der Heimat verschönert, Bambaata läßt seine Muskeln zucken. Am stärksten aber beeindrucken ihn die Mixes der Latin Rascals für Kiss FM, New York. Fortan soll sein Name Cosmic DJ sein und das Technics- Doppeltapedeck als Editing-Station ebnet seinen späteren Weg zu Sampler & Mac. Es folgen die Fischmob-Jahre mit allem Drum und Dran und die Produktion einiger Remixes (u.a. Rocko Schamoni „Der Mond“, Station17+ „Coca Destruction Light“). Dann der Pony-Flash! Jetzt geht es nicht mehr um gereimte Textwüsten – Musik regiert und die Stimme wird melodisch. Neben seinem Engagement als Vollblut-Pony kehrt er gemeinsam mit Partnerin DJ Jasmin an die Decks zurück, um in DJ-Sets (u.a. Golden Pudel Club, HH) immer wieder zu beweisen: Der Bogen zwischen Soul, HipHop, 80s-styles und technoidem House ist rund und funktioniert!
 


International Pony