Logokürzel Alte Feuerwache Mannheim

Reisen in die Wirklichkeit. Der große Eröffnungsabend mit Katja Riemann

21. Februar 2020
Freitag

Einlass 19:00
Beginn 20:00

Ticket
VVK 20 € zzgl. Gebühren / AK 25 €


lesen.hören 14

Erinnern Sie sich an Katja Riemanns Solo-Auftritt im Frühjahr 2016? Sie hatte damals mit Roger Willemsen einen Lese-Abend unter dem Titel „Engagement“ vereinbart und trug dann Texte verschiedener Autorinnen der Weltliteratur vor. Das, was alle – 400 Menschen! – damals über zwei Stunden in Bann hielt, waren nicht diese Autorinnen. Es war Katja Riemann, die zwischen den Lesungen davon erzählte, was sie als UNICEF-Botschafterin und auf ihren Reisen für verschiedene Nichtregierungsorganisationen gesehen hatte und wem sie begegnet war. Das tat sie so intensiv, so elektrisierend und magisch, dass sich alle mal vor Lachen schüttelten, dann wieder wie vom Donner gerührt still wurden.

Kurz: Es war ein Abend der anderen Art, wie man ihn auch bei lesen.hören selten erlebt. Wir sagten hinterher: Das musst Du aufschreiben. Und sie hat geschrieben! „Jeder hat. Niemand darf“ heißt ihr erstes eigenes Buch nach den Satzanfängen der Erklärung der Menschenrechte. Es handelt von Dr. Denis Mukwege und Dr. Kasereka Lusi, die im Ostkongo gegen Vergewaltigung als Kriegswaffe kämpfen. Es porträtiert Molly Melching, die senegalesische Dorfgemeinschaften über Mädchenbeschneidung aufklärt. Es ist den Kindern gewidmet, die in Nepal von Menschenhändlern verkauft werden und denen, die in Rumänien auf der Straße leben. Es ist ein Buch mit Herz und Humor, das von großer Not erzählt und dem, was Menschen einander antun. Vor allem aber ist es ein Buch, das eines ausstrahlt: Die Welt muss nicht sein, wie sie ist. Man kann sie verändern. Katja Riemann erzählt von den Frauen und Männern, die das tun. Jeden Tag, in jeder Minute, überall auf der Welt.

Wir sind stolz darauf, diese Buchpremiere zur Eröffnung von lesen.hören gemeinsam feiern zu dürfen!

Die Veranstaltung wird vom SWR2 aufgezeichnet.


Katja Riemann © Mirjam Knickriem


Insa Wilke © Jürgen Bauer