Logokürzel Alte Feuerwache Mannheim

Faber

12. Oktober 2018
Freitag

Einlass 19:00
Beginn 20:00

Ticket
VVK 25 € zzgl. Gebühren


Sei ein Faber im Wind-Tour

In Kooperation mit DELTA-KONZERTE.de
Der als Jimmy Ragusa vor 23 Jahren geborene Musiker und Songschreiber ist italienischer Abstammung, wuchs aber in Zürich auf. Ungefähr mit 15 beginnt er eigene Songs zu schreiben. Die erste EP finanziert er noch mit Crowdfunding, ein Jahr später folgt bereits eine zweite. Für das nun erscheinende Album „Sei ein Faber im Wind“ begibt er sich schließlich mit dem Produzenten Tim Tautorat in die legendären Berliner Hansa Studios.
In „Sei ein Faber im Wind“ geht es immer um absolut alles und irgendwie auch um nichts, weil manchmal ja alles so herrlich egal sein kann. Wir hören Posaunen und Gitarren und Geigen und ein Klavier und vor allem hören wir diese Stimme. Faber singt seine Lieder mit einem gewaltigen Furor und maximaler Hingabe. Er ist gerade einmal 23, klingt und schreibt aber wie ein 50-Jähriger – und die jungen Alten sind natürlich die besten Alten, die wir haben.

Auch wenn Faber an der Grenze zum Sarkasmus operiert und zur Galligkeit neigt: ein Misanthrop ist er nicht. Denn dann könnte er folgende Zeilen nicht mit jener Hingabe und tiefen Verzweiflung singen, die aus bitterer Selbsterkenntnis erwächst: „Ich rauch und ich sauf / Denn ich brauch nicht zu sehen … wie sehr du enttäuscht bist / Von mir.“ Denn natürlich ist ihm keineswegs alles egal, ganz im Gegenteil. Gerade weil ihm die Dinge, über die er singt, so wichtig sind, verrät er seine Themen nicht an Kitsch und Gefühlsopulenz, wie das in diesen Tagen so viele tun, die Wahrhaftigkeit für sich reklamieren, aber doch nur hohle Schlagerstanzen abspulen.

Es geht generell ein bisschen arg heuchlerisch zu in diesen Zeiten und einfach ist nichts. Darüber kann man dann ja auch mal ein bisschen galliger singen, wie im Song „In Paris brennen Autos“: Die einen ertrinken im Überfluss / Die anderen im Meer / Ein Terrorist sprengt glücklich / Einen Flughafen leer / Und ein Nazi schiesst zufrieden auf sein Flüchtlingsheim / Da fühlt man sich als Mensch manchmal allein.“ Diese Musik lässt einen niemals alleine, weil sie sich nicht an etwas so Banales wie Trost verschwendet.

Anders gesprochen: Faber ist keiner, der über das Leben singen würde, ohne überhaupt gelebt zu haben. Das macht seine Musik so wertvoll. Also sei ein Einhorn und nicht du selbst. Und wenn du kein Einhorn sein kannst, sei ein „Faber im Wind“.

Nach zwei fast komplett ausverkauften Tourneen 2017/18 setzt Faber seine „Sei ein Faber im Wind“-Tour diesen Herbst fort.

 

video laden