Logokürzel Alte Feuerwache Mannheim

Flüchtlingsgespräche. Abbas Khider liest und spricht mit Jenny Friedrich-Freksa

Universität Mannheim, Hörsaal SN 163

27. Februar 2016
Samstag

Einlass 19:00
Beginn 20:00



"lesen.hören 10"

Literatur zur Stunde: Abbas Khider verwandelt in seinen Büchern bittere Lebenserfahrungen in eine Literatur, die dem Lachen, der Leichtigkeit und der Lebenszuversicht den Vorzug gibt. Selbst 1973 in Bagdad geboren, Jahre auf der Flucht und im Jahr 2000 in München gestrandet, weiß er genau, was die Menschen gerade erleben, die in diesen Monaten durch Krieg und Terror vertrieben werden und sich in unbekannte Länder zu retten versuchen. Abbas Khiders eigene Geschichte geht glücklich aus: Er studierte Literaturwissenschaften und Philosophie, fing an zu schreiben und lebt heute als geachteter und vielfach ausgezeichneter deutsch-sprachiger Schriftsteller mit seiner Familie in Berlin. Humor ist in seinen Romanen, die vom grotesken Leben in Diktaturen und den aberwitzigen Wegen in die Freiheit erzählen, eine Geste des Humanen – auch seinen deutschen Lesern gegenüber, deren vermeintlich offene Gesellschaft in Khiders neuestem Buch „Ohrfeige“ auf den Prüfstand gestellt wird: Sein Held ist zwar in Deutschland angekommen, havariert dort aber an den Behörden. Kurzerhand fesselt er seinen zuständigen Sachbearbeiter in der Ausländerbehörde und zwingt ihn so dazu, endlich einmal zuzuhören. Von der Ankunft in Deutschland und davon, wie Humor eine Waffe im Kampf ums Überleben werden kann, erzählt Abbas Khider im Gespräch mit Jenny Friedrich-Freksa, Chefredakteurin der Zeitschrift Kulturaustausch.

* Festivalpass „Literatur pur“


Abbas Khider © Peter-Andreas Hassiepen


Jenny Friedrich-Freksa © gezett